Sicheres Zusetzen der Dunklen Königin Apis melifera melifera

Erhältlich bei der Firma Graze Zusetzkäfig (Rund).


Zusetzen der dunklen Biene mit diesen Käfig klappt bis zu 95%.


Aus meiner persönlichen Erfahrung, kann ich sagen, dass dies die beste Variante ist.

Vorbereitungen sind sehr wichtig, den Käfig Wabe mit auslaufender Brut Futterteig und draht und Zange.

Zum Zusetzen der Dunklen Königin sollten die Rassen Ligustica oder Buckfast verwendet werden. Keine Carnika, da sie dazu neigt, die Königin abzustechen oder nach der ersten Eilage umzuweiseln.

Käfig und Werkzeug bereit legen, damit die Wabe so schnell wie möglich wieder in den 
Ableger kommt.

Eine auslaufende Brutwabe nehmen, runden gelben Käfig verwenden, über die auslaufende Brut hinein drehen und wieder entfernen, so ist die Stelle makiert. Im Sitz des Käfigs, Futterteig hinzu geben, am besten Hasselnuss groß.


Wenn möglich, eine freie Stelle für den Futterteig nehmen, so dass die Jungbienen Schlüpfen dort herum schlüpfen können.

Teil 2

Der Käfig sollte jetzt an der markierten Stelle wieder eingesetzt werden.

Der Käfig muss oben und unten mit einem Draht fixiert werden. Diesen solange drehen, bis der Draht an Spannung hat.

Den Verschluss des Käfigs öffnen, die Königin mit Geleit hineinlaufen lassen. Dann alles schließen. Sehr wichtig hierbei ist es, eine dunkle Brutwabe zu nehmen. Zusätzlich noch durchsehen und Weiselzellen ausbrechen.

Wabe dann wieder in den Ableger hängen, und nach 7 Tagen hinein sehen. Am 7 Tag Wabe aus dem Ableger nehmen, hierzu müssten auch genug Jungbienen geschlüpft sein, so ist die Annahme perfekt vollzogen. Die Königin selber, müsste dann schon einige Eier abgelegen haben. Verschluss nochmals öffnen, und nochmals mit Futterteig verschließen. Verschluß selbst, muss offen bleiben!

Nach 2 stunden müsste die Königin frei gefressen sein. Dann den Käfig entfernen, den Ableger 2 weitere Tage in Ruhe lassen, dann müsste die Königin die Arbeit aufgenommen haben.

Erklärung nochmals als Video:

https://www.youtube.com/watch?v=3lkbEfG64vE&t=348s

Ein weiteres Zusetzverfahren vom Imkerkollegen Marcus:

Sicheres Zusetzen:
Beispiel mit einem Zanderrähmchen mit Hoffmannseiten, sauberes Rähmchen mit Wachs, Honig, Pollen und Wasser. Ohne Brut. Wasser fülle ich mit einer Sprühflasche in die Waben von einer Seite.

Jetzt nehme ich das Rähmchen und stecke dies in das Zusetzgitter, mache es oben zu. Achtung: das Rähmchen sollte so wenig Wachs außen am Holz haben wie möglich.
Ganz wichtig; an den Seiten klebe ich es mit Klebeband zu,  ohne Luft dazwischen, das keine Bienen von der Seite hinein gelangen.

Jetzt nehme ich den Versandkäfig mit der Königin und den Begleitbienen, lasse diese durch die Öffnung in die Wabe hinein laufen.
Das Rähmchen wird in die Mitte der Beute gehängt, die anderen Rähmchen andrücken, 11 Tage in Ruhe lassen, wichtig nicht die Beute öffnen.

Am 12 Tag oder auch später, das Rähmchen in der Mitte kurz heraus ziehen und nach schauen,  ob die Bienen friedlich sind, also sterzeln. Dann, das Rähmchen zurück hängen, wenn sie friedlich waren, oben das kleine Flugloch öffnen. Beute zu und 3 Tage später vorsichtig aufmachen und das Zusetzgitter vorsichtig entnehmen .

Immer über der Zarge, falls die Königin noch drin ist, damit sie nicht ins Gras fällt. Deckel drauf und 15 Tage später vorsichtig öffnen und schauen ob verdeckelte Brut vorhanden ist, zu dem schauen ob die Königin am stiften ist .

Dies ist meine Variante, was auch immer gut funktioniert.


Gruß Marcus